Familie Oberlohr

Seit 1983 bewirtschaftet Hans Oberlohr mit seiner Frau Marianne das Lucknerhaus.

Alle Kinder helfen im elterlichen Betrieb mit:

Isabella, Kathrin mit Tochter Jasmina und Christina

 

 

 

Unser Familienname „Oberlohr“ geht auf das Jahr 1685 zurück. Der Name ist geknüpft an den am 9. Februar 1685 geborenen Andreas Oberlohr.
Dieser gründete einen Bauernhof mit den Hofnamen „Luckner“. Der Vulgoname „Luckner“ rührt daher, dass dieser Bauernhof nahe bei der „Lucken“ (einer engen Fuhrwerksdurchfahrt) stand.
Der Hof wurde durchgehend in jeder Generation vom Vater an den Sohn weitergegeben und bekam auch deshalb das begehrte Bronzeschild mit der Bezeichnung „Erbhof“. Heute wird der Hof - dazu gehört auch die Lucknerhütte - von Florian Oberlohr mit seiner Familie bewirtschaftet. Der Lucknerhof war auch die Basis für das heutige Anwesen Lucknerhaus.

Mit der historischen Erstbesteigung des Großglockners von Kals, im Jahre 1855 unter der ortskundigen Leitung der Bergführer Georg Rangetiner und Johann Huter, wurden von der Sennerin der Luckneralm auf 2205m im Ködnitztal Milch, Butter und Brot verabreicht, es war der Beginn des Fremdenverkehrs in vergleichsweise bescheidenem Rahmen, der sich dann langsam entwickelte und erweiterte.
Durch die Erschließung der Südseite vom Großglockner und dem Bau der Lucknerhütte, der benachbarten Stüdel- und Glorerhütte sowie der Erzherzog-Johann-Hütte bekannt als die Adlersruhe –, wurde mit Baubescheid vom 30.10.1950, mit dem Bau des Lucknerhauses begonnen.
Nach dreijähriger Bauzeit wurde das Lucknerhaus ausschließlich mit Handarbeit fertiggestellt. Es bestand damals aus einem Gastraum, 9 Zweibettzimmer und 2 Matratzenlagern mit 20 Schlafplätzen. Die Bauherren waren Oberlohr Josef mit seinen drei Söhnen. Einer davon war Sebastian Oberlohr, der Seniorchef vom Lucknerhaus, er übergab den Betrieb 1983 an Hans Oberlohr, der mit seiner Familie den Alpengasthof heute bewirtschaftet.

Das Lucknerhaus war zu Beginn nur auf einem Pferdefuhrweg, den man mit Pickel und Schaufel baute zu erreichen. Im Jahre 1955 verbreiterte man den Weg, und errichtete eine Fahrlinie für Jeeps von Kals zum Ködnitztal. So konnten Alpinisten, die der Großglockner reizte, ebenso wie Gäste des Hauses einigermaßen bequem anreisen. Als im Jahre 1980 nach rund dreijähriger Bauzeit die neue Kalser Glocknerstraße ihrer Bestimmung übergeben wurde, errichtete man einen größeren Zubau beim Lucknerhaus. Durch die gute Entwicklung der Sommer und Wintersaison, folgten einige Erweiterungsbauten sowie der Umbau aller Gästezimmer auf Komfort mit Dusche und WC, dazu kam noch Sauna und Dampfbad. In den großen, heimeligen, rustikal eingerichteten Räumen mit modernem Komfort genießen Sie die bekannte Tiroler Gastfreundschaft in gepflegter, bewusst familiärer Atmosphäre.

Die eigene Stromversorgung durch Kleinwasserkraftwerke geht auf das Jahr 1943 zurück. Zu dieser Zeit errichtete man mit viel Fleiß und schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen das erste kleine Wasserkraftwerk (15 KW Gleichstrom) zur Versorgung der damaligen Luckneralm auf 2205m. 1953 erbaute man am Medelbach ein zweites Kraftwerk für die Versorgung des neu gebauten Lucknerhauses. Bald schon waren beide Kraftwerke zu klein, sodass man 1978 unterhalb der Lucknerhütte gemeinsam eine größere Anlage errichtete. Mit der Bewirtschaftung des Lucknerhauses im Winter stieg der Energiebedarf erneut an. Um dies abdecken zu können und mit der Möglichkeit des Einspeisens von überschüssigem Strom in das Netz der TIWAG, entschlossen wir uns im Jahr 1998 erneut zum Bau zwei neuer Kraftwerke, am Medlbach als Oberstufe und am Ködnitzbach als Unterstufe. Die Ausbauleistung konnte auf 900 KW angehoben werden.
Dass die Energiegewinnung aus erneuerbarer Wasserkraft ein Gebot der Stunde ist, erkannten wir schon vor einigen Jahren und so machten wir uns an die Planung eines neuen größeren Wasserkraftwerkes am Ködnitzbach. Das neue Kraftwerk Unterstufe 3 wurde am 10.Juli 2007 in Betrieb genommen und hat eine Leistung von 1800 KW.

Die langjährige Tradition ist uns Verpflichtung, gleichzeitig aber auch tägliche Herausforderung, im Sinne des eigenen Wohlergehens und dem damit untrennbar verbundenen Wohlbefinden der uns stets herzlichst willkommenen Gäste.

Familie Hans und Marianne Oberlohr mit Mitarbeiter